von Ruffin
Familie v. Ruffin

 

Familie Freiherr von Ruffin

Familie
Enno und Schwester Gerrit
Die Verbindung nach Basthorst schlug der Großvater des heutigen Besitzers Julius Rudolf Freiherr von Ruffin durch seine Vermählung mit Leopoldine Freiin von Brusselle-Schaubeck im Jahre 1911. Deren erstgeborener Sohn und Gebirgsjäger Franz-Anton rettete das Gut vor der Verstaatlichung und Enteignung durch das Dritte Reich, indem er die von Josef II. von Brusselle als ältester Neffe angetragene Erbfolge im Jahre 1944 annahm und das Gut zur Sicherung des Familienbesitzes überschrieben bekam. Damals sollte die Familie von den Nationalsozialisten enteignet werden, weil von Brusselle ein Beileidstelegramm an die Witwe des erschossenen Grafen von Stauffenberg geschrieben hatte. Dass die Wahl der Erbnachfolge dabei trotz Kriegsgefahr auf den Frontoffizier Franz v. Ruffin fiel, zeigt, dass der Enteignungsdruck durch die Nationalsozialisten unermesslich gross gewesen sein musste. 1941 hatte Franz von Ruffin in Graz Carla Busson geheiratet, mit der er drei Kinder bekam. Er verstarb nach einem langen, erfüllten Leben im November 2000. Die Gemeinde und das Kirchspiel Basthorst verdanken ihm viel. Seine ebenfalls sehr geschätzte Frau starb in ihrem 92. Lebensjahr in 2005. Noch zu ihrem 90. Geburtstag überbrachten ihr die Basthorster Bürger je eine rote Rose.

Die Familie v. Ruffin sass bis zum Ende des 17. Jahrhunderts in Meran und danach in München. Sie hatten sowohl in Südtirol als auch in Ober- und Niederbayern umfangreichen Grundbesitz und dienten dem bayerischen Kurfürsten und Königen in hohen Staatsstellungen. Sie zeichneten sich durch Finanzgenialität und Handelsgeschick aus und kamen zu grossem Reichtum in Bayern. So besassen sie Schlösser und Gutshäuser in Planegg, Weyern, Nannhofen, Eigoldsried, Landshut, Passau und Meran. In München gehörte ihnen eines der schönsten, noch heute erhaltenen Stadthäuser, das Ruffinihaus am Rindermarkt. Doch nach den napoleonischen Kriegen verloren die Ruffins ihre wunderschönen Besitzungen und wurden in Bayern Richter, Verwaltungsbeamte und Offiziere. Nachwievor sind jedoch in diversen Städten Bayerns noch Strassen und Gebäude nach der Familie v. Ruffin benannt und zeugen von dem damaligen Einfluss und Reichtum.

Gut Basthorst bildet heute den Lebensmittelpunkt von Enno Freiherr von Ruffin und seinen drei Kindern Leo, Milana und Sandra. Im Jahr 1980 trat Enno von Ruffin die Rechtsnachfolge an und setzte unter anderem auf dem Hof durch die von ihm mit initiierte verbraucherfreundliche gläserne Erzeugerkette neue Maßstäbe in der landwirtschaftlichen Produktion (z.B. die Firma Cerealis) als auch durch die vorausschauende Nutzung der Wirtschaftsgebäude für das Kunsthandwerk und für kulturelle sowie gesellschaftliche Begegnungen. 1986 heiratete der Baron die bekannte griechische Sängerin Vicky Leandros. In dieser Zeit hat das Ehepaar Gut Basthorst zu einer internationalen Begegnungsstätte gemacht, die bis in die heutige Zeit kontinuierlich ausgebaut wurde. Die Familie v. Ruffin ist zu Gunsten ihrer vielseitigen karitativen und sozialen Engagements in vielen Medien präsent (z.B. Herz für Kinder, Royal Fishing Club, unfallgeschädigte Kinder). Enno v. Ruffin ist zudem seit vielen Jahren im Gemeinderat und bekleidet(e) diverse ehrenamtliche Vorstandsämter (z.B. Grundbesitzerverband Schleswig-Holstein, Verband südholsteinische Wirtschaft, Cerealis)